Häufig gestellte Fragen

Die richtige Finanzstrategie wirft viele Fragen auf. Welches Konzept sichert Ihre Kaufkraft nachhaltig? Wie funktioniert eine verlässliche monatliche Entnahme? Und was unterscheidet eine wirklich unabhängige Beratung von einer klassischen Bank? Wie schütze ich mein Erspartes vor der Inflation? Wie viel kann ich mir monatlich entnehmen? Und wie bleibt mein Geld flexibel und sicher zugleich?

Auf dieser Seite beantworten wir die häufigsten Anliegen, die uns in unseren täglichen Beratungsgesprächen begegnen. Ganz ohne unverständliches Banken-Chinesisch, sondern klar, unabhängig und auf den Punkt. 

Rententhemen

Geldanlagen

"Wie sicher ist mein Geld bei Kurseinbrüchen oder Krisen an den Finanzmärkten?"

S. Pflugmacher: Kursschwankungen an den Märkten sind normal und unvermeidbar, aber sie bedeuten keinen dauerhaften Verlust, solange Sie nicht gezwungen sind, in Tiefphasen zu verkaufen. Durch eine kluge Aufteilung Ihres Vermögens sorgen wir dafür, dass Ihre laufenden Entnahmen stets aus schwankungsarmen, kurzfristig verfügbaren Bausteinen gedeckt sind. Ihr langfristig investiertes Kapital hat dadurch die nötige Zeit, Schwankungen auszugleichen und Erträge zu erwirtschaften. Zudem gilt Ihr Depot als Sondervermögen und ist rechtlich vollkommen geschützt. Zusätzlicher Tipp: Sparplan einrichten und vom Cost-Average-Effekt profitieren.

"250.000 Euro aus Lebensversicherung – Ist eine sofortbeginnende Rente sinnvoll?"

S. Pflugmacher: Eine sofortbeginnende Rentenversicherung kann durchaus eine sinnvolle Option sein – sie ist jedoch selten die einzige und oft nicht die flexibelste Lösung. Der klassische Vorteil einer Rentenversicherung liegt auf der Hand: Sie erhalten eine garantierte, lebenslange Zusage inklusive möglicher Überschussbeteiligungen. Hier lohnt es sich jedoch, genau hinzuschauen: Fragen Sie Ihren Berater konkret danach, wie hoch die tatsächlichen Überschüsse der jeweiligen Gesellschaft in den vergangenen Jahren ausgefallen sind. Bevor Sie eine finale Entscheidung treffen, sollten Sie das Kapitalangebot nie isoliert betrachten. Stellen Sie sich vorab folgende zentrale Fragen für Ihre Vermögens- und Ruhestandsplanung:

  • Flexibilität & Kapitalbedarf: Benötigen Sie in den kommenden Jahren größere Teilbeträge – etwa für die Unterstützung von Kindern oder Enkeln?
  • Inflation: Reicht eine fixe Rente aus, um die schleichende Geldentwertung über 20 bis 30 Jahre Ruhestand auszugleichen?
  • Instandhaltung & Wohnen: Stehen am Eigenheim in absehbarer Zeit Reparaturen oder energetische Sanierungen an?
  • Pflegebedürftigkeit: Ist Ihr finanzielles Polster für eventuelle Pflegekosten im Alter ausreichend strukturiert?

Alternativen und steuerliche Aspekte prüfen. Eine bedenkenswerte Alternative zur klassischen Versicherung ist ein entnahme- bzw. auszahlbasierter Fondssparplan. Ein wissenschaftlich strukturierter Entnahmeplan bietet Ihnen deutlich mehr Flexibilität, da Ihr Kapital verfügbar bleibt und gleichzeitig Renditechancen am Markt nutzen kann. Zwar bietet die private Rentenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen steuerliche Vorteile (wie die Ertragsanteilsbesteuerung). Allerdings gilt: Die Steuerersparnis sollte niemals das einzige Entscheidungskriterium sein. Was zählt, ist das Gesamtkonzept Ihrer Ruhestandsplanung.Vergleichen Sie vor dem Abschluss verschiedene Rentenversicherungsangebote und stellen Sie diese einem flexiblen Auszahlplan gegenüber. Sie stehen vor einer ähnlichen Entscheidung? Lassen Sie uns Ihre Wünsche und Ihren Kapitalbedarf im Ruhestand gemeinsam analysieren – unabhängig, transparent und auf Ihre persönliche Lebenssituation abgestimmt.

"Mir wurde der DWS Vermögensbildungsfonds I angeboten– Ist der Fonds der Bank ein gutes Investment?"

S. Pflugmacher: Der DWS Vermögensbildungsfonds I hat in den vergangenen Jahren zweifellos eine gute Rendite erzielt. Die DWS ist die größte deutsche Fondsgesellschaft, und der Renditetreiber in diesem Fonds sind ganz klar Aktien. Doch eine gute Historie ist nur die eine Seite der Medaille. In den letzten Jahren wurden viele Anleger von steigenden Kursen verwöhnt. Wer heute investiert, muss sich jedoch vor allem eine Frage stellen: Welche Rückschläge kann und will ich emotional sowie finanziell wirklich verkraften? Bevor Sie das Angebot Ihrer Bank annehmen, sollten Sie folgende Aspekte in Ihre Entscheidung einbeziehen:

  • Insolvenzschutz durch Sondervermögen: Investmentfonds bieten ein hohes Maß an rechtlicher Sicherheit. Das eingebrachte Geld gilt als Sondervermögen, ist im Falle einer Banken- oder Fondsgesellschafts-Insolvenz geschützt und bleibt Ihr Eigentum.
  • Der reale Härtetest bei Kursschwankungen: Fondsmanager können den Markt ebenso wenig vorhersehen wie Privatanleger. Wie reagieren Sie oder Ihre Familie, wenn das Depot phasenweise um 30 % im Minus steht? Das Marktrisiko bleibt bestehen.
  • Verbreitete Irrtümer bei der Streuung: Zwar bietet ein einzelnen Aktienfonds bereits eine erste Streuung, aber eine echte Diversifikation – der sprichwörtliche "Free Lunch" der Kapitalanlage – erreicht man erst durch die gezielte Kombination verschiedener Anlageklassen.

Ein Vergleich veranschaulicht das Prinzip gut: Vergleicht man Risiken mit Feuer, kann dieses wärmen – oder eben erbrennen. Ähnlich verhält es sich mit Medikamenten: In hoher Einzeldosis gefährlich, in der richtigen Dosierung und Kombination heilend. Auf die richtige Mischung kommt es an! Für einen nachhaltigen Vermögensaufbau und Vermögensschutz im Ruhestand kommt es nicht auf den einen "Modefonds" der Bank an, sondern auf breite Streuung und strikte Kostenkontrolle. Eine sinnvolle Beimischung von festverzinslichen Bausteinen oder breit gestreuten Welt-ETFs kann das Gesamtrisiko Ihres Depots deutlich stabilisieren. Fragen Sie sich nicht nur, was der einzelne Fonds bringt, sondern welche Rolle er in Ihrem Gesamtdepot spielt.

Sie möchten wissen, ob Ihre Fondsanlage wirklich zu Ihrer Risikotoleranz passt? Lassen Sie uns Ihr Depot oder das Angebot Ihrer Bank gemeinsam unter die Lupe nehmen – wissenschaftlich fundiert, unabhängig und ohne den Vertriebsdruck einer Hausbank.

"Ich habe gelesen, dass es sinnvoll wäre, in ETF-Fonds anzusparen. In einem Forum las ich von einem günstigen ETF-Fonds mit Dax-Werten. Ich bin der Empfehlung gefolgt. Eine zeitlang ist meine Investition gut gelaufen. In letzter Zeit habe ich fast alle Gewinne wieder eingebüßt. Die Nachrichten für Deutschland sind doch gut, wenn China-Markt fällt, warum fällt dann auch mein ETF-Fonds? Ich dachte, ich habe mit dem Markt nichts zu tun und bin nur in deutschen Aktien investiert".

S. Pflugmacher: Das stimmt grundsätzlich. Die Märkte heutzutage reagieren nicht nur auf  Wirtschaftsnachrichten. Die Börsen sind geprägt von Emotionen, denen sich viele Anleger nicht entziehen können. Unter anderem gibt es mittlerweile automatische Computerprogramme, die Wertpapiere bei einem gewissen Kurs automatisch verkaufen. Dieses drückt dann auch wieder den Markt, weil das Angebot plötzlich zunimmt. Grundsätzlich müssen Sie wissen: Wenn Sie in Aktien investieren, die in einem speziellen Segment eingeordnet sind, Sie genau darauf spekulieren das dieses Segment steigt. Wenn das nicht der Fall ist, ist Ihre Spekulation fehlgeschlagen. Wenn Sie lediglich in Aktienfonds investieren, was langfristig (Zeitraum zwischen 7 bis 10 Jahren und länger) auch in Ordnung geht, Sie nur die Möglichkeit haben dieses durchzuhalten. Über diese Dinge sollten Sie sich vorher im Klaren sein, ansonsten Finger weg! Nur weil Sie einen günstigen ETF-Fonds mit Dax-Werten gekauft haben (was schon mal eine gute Idee ist), schützt Sie das nicht vor Verlusten. Eine breite Streuung sollten Sie immer vornehmen.

"Woran erkenne ich unseriöse Anlageangebote?"

S. Pflugmacher: Seien Sie vorsichtig bei unerwarteten Anrufen oder Nachrichten, Zeitdruck, Geheimtipps, angeblich sicheren hohen Renditen oder Forderungen nach Überweisungen auf unbekannte Konten. Prüfen Sie Anbieter und Unterlagen unabhängig, geben Sie keine Zugangsdaten weiter und treffen Sie keine Entscheidung unter Druck. Eine zweite Meinung kann helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Fragen, die Sie sich vor einer Anlageentscheidung stellen sollten:

  • Wann brauche ich das investierte Geld wieder? 
  • Welche Verluste könnte ich finanziell und persönlich verkraften? 
  • Wie schnell kann ich über mein Geld verfügen? 
  • Welche einmaligen und laufenden Kosten entstehen? 
  • Welche Risiken bestehen und wie breit ist die Anlage gestreut? 
  • Was geschieht bei einem Börsenrückgang? 
  • Wie passt die Anlage zu meinen geplanten Entnahmen? 

Steuern

Nachlass, Erben, Vererben

"Hallo Herr Pflugmacher, ich habe einen interessanten Artikel zum Thema Schenken mit Vetorecht gelesen. Unser Steuerberater hat Sie empfohlen. Können Sie helfen?"

S. Pflugmacher: Vielen Dank für Ihre Anfrage. Ja, in der Praxis kommt es immer wieder vor: Wohlmeinende Eltern, Großeltern oder Paten möchten Vermögen an die junge Generation übertragen – stehen aber vor dem Dilemma, wie man sinnvoll verschenkt, ohne die Kontrolle ganz aus der Hand zu geben. Dies ist ein komplexes Thema. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie sich ein Schenker die Mitsprache absichern und Steuern sparen kann? Wie einfach ein solches steueroptimiertes Konzept aussehen kann?  Dazu empfehlen wir vorab unsere Blogartikel zu lesen und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

 

Immobilien

"Ich bin auf der Suche nach einer Anlage-Immobilie. Welche Vorteile hätte ich und welche Unterschiede gibt es in den Immobilien-Bereichen?"

S. Pflugmacher: Fangen wir mal mit den wichtigsten Vorteilen an: 1)Vermietete Immobilien lassen sich durch Mieteinnahmen und evtl. Steuervorteilen refinanzieren (man spricht hier von An- und Absparen). 2) Nach der Finanzierung bilden die Mieteinnahmen ein zusätzliches Einkommen. 3) Immobilienvermögen und die daraus resultierenden Erträge sind vererbar. 4) Bei einem sehr gut gewählten Standort (Infrastruktur, Zukunfsperspektiven und Einstiegspreis!) kann man von einer soliden Rendite ausgehen. 5) Sachwertvermögen = Inflationsschutz.

Immobilien-Bereiche: 1) Neubau: auf dem neuesten und aktuellsten Standards, Garantien, Gewährleistungen Fördermöglichkeiten, gute Vermietbarkeit. 2) Denkmal: historische Bauten mit hohen Steuervorteilen und attraktiven Fördermitteln. Sehr Attraktiv, wenn man ein hohes zu versteuerndes Einkommen hat. 3) Pflege: Einzelappartements in Seniorenheimen. Mieteinnahmen meistens über einen Generalbetreiber. 4) Mikro- Studentenappartments: Kleine Wohneinheiten in Metropolen, funktional. Interessant für Einsteiger. 5) Bestandsimmobilen: klassische Wohnung als Kapitalanlage. Geringe Erwerbskosten und i.R. sofortige Vermietbarkeit. 6) Global & Gewerbe: Zinshäuser und Großobjekte unterschiedlicher Nutzung für kapitalstarke und erfahrene Investoren.

Weiter Informationen finden Sie auch hier.

Anlageberatung 50 +

"Beim Geld anlegen bin ich mir sehr unsicher. Das hat bisher immer mein verstobener Mann gemacht. Können Sie mir Tipps geben?"

S. Pflugmacher:  Hallo Frau M., Sie möchten Ihre Geldanlagen sicherer und liquider gestalten? Dann nutzen Sie die bestmögliche Streuung für Ihre Investitionen. An der Börse spricht man vom "Free Lunch", und die Streuung ist das Instrument, das Ihnen dabei helfen kann. Ein Beispiel dafür sind ETFs, die sehr beliebt sind und eine gute Möglichkeit bieten, Ihr Portfolio zu streuen. In unseren Depot Auswertungen und Gutachten haben wir oft festgestellt, dass Investoren einen ETF auf den MSCI World, einen auf den europäischen Markt, einen auf den britischen Markt und einen auf den DAX halten. Allerdings ist dabei zu beachten, dass einige Wertpapiere in mehreren Indexfonds enthalten sein können, was zu einer suboptimalen Diversifikation führen kann. Eine Lösung bieten sogenannte Assetklassen ETFs, wie sie von führenden Gesellschaften seit mehr als 44 Jahren angeboten werden. Durch eine genaue Analyse der Vermögensstruktur und die Berücksichtigung der Korrelationen zwischen den verschiedenen Assetklassen können Sie langfristig eine marktgerechte Rendite generieren. Gerne zeigen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch, wie Sie Ihre Geldanlagen optimal streuen und welche Vorteile Sie daraus ziehen können. Melden Sie sich gerne bei uns als neutrale Finanzberater, um Ihre Investitionen sicherer und liquider zu gestalten. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und gemeinsam an einer erfolgreichen Vermögensstruktur zu arbeiten.Unabhängige Beratung ist entscheidend. Wenn Sie einen Berater auswählen, sollten Sie sich fragen: Für wen arbeitet dieser Berater? Ist er bei einer Bank angestellt, besteht die Gefahr, dass seine Empfehlungen eher die Interessen der Bank als Ihre eigenen widerspiegeln. Suchen Sie nach einem Berater, der unabhängig ist und Ihre Interessen in den Mittelpunkt stellt. Langfristiger Erfolg durch Diversifikation. Das Wichtigste, was Sie über die Börse wissen sollten, ist, dass niemand vorhersagen kann, wie sich die Anteile an Unternehmen entwickeln werden. Langfristig betrachtet bringt eine weltweite Streuung der Anlagen eine marktgerechte Rendite. Es geht darum, dabeizubleiben und hin und wieder Anpassungen vorzunehmen.

"Ist eine Geldanlage ab 60 überhaupt noch sinnvoll?" 

S. Pflugmacher: Ja, selbstverständlich. Auch im (Vor-)Ruhestand kann ein Teil des Vermögens noch viele Jahre angelegt bleiben. 25 und mehr Jahre sind heute keine Seltenheit mehr. Das bedeutet auch: Das Kapital, das regelmäßig oder auch flexibel für den Lebensunterhalt oder auch Unvorhergesehenes bereitstehen soll, darf nicht einfach augezehrt werden. Es gilt daher auch nach dem Erwerbsleben noch renditestarke Investments im Portfolio zu haben; bei einem Anlagehorizont von mehr als 20 Jahren ist das auch kein Problem. Bedenken Sie auch die Inflationsrate, steigende Gesundheitskosten, etc.. Entscheidend ist, Geld für kurzfristige Ausgaben von Kapital zu trennen, das langfristig investiert werden kann. So lassen sich Verfügbarkeit, Sicherheit und mögliche Ertragschancen sinnvoll miteinander verbinden. 

Alters-& Vermögensabsicherung

"Wie sichere ich mein Vermögen effektiv vor der Inflation?"

S. Pflugmacher: Echtes Vermögen schützt man am besten durch reale Werte. Reine Geldwerte wie Tagesgeld oder Festgeld verlieren bei anhaltender Inflation schrittweise an Kaufkraft. Ein tragfähiger Schutz basiert auf global gestreuten Sachwerten – wie weltweiten Unternehmensbeteiligungen (ETFs/Aktien) und ausgewählten Sachwertanlagen. Durch wissenschaftlich fundierte Diversifikation bleibt die Kaufkraft Ihres Kapitals über Jahrzehnte erhalten, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Alternative Investments (Zertifikate, Bitcoins & Co)

"Ich, Rentnerin, und habe eine Werbung von "Wald und Holz Beteiligungen" gefunden. Hört sich alles sehr gut an. Alles wird schlüssig erklärt. Welche Risiken habe ich? Man hört ja soviel Negatives."

S. Pflugmacher: Sie liegen vom Gefühl her richtig. Diese Anlagen werden meisten mit Genußrechten oder Nachrangdarlehen angeboten. Das Risiko des Totalverlustes ist gegeben. Die wichtigste Frage, die Sie sich als AnlegerIN stellen sollten: "Wie entsteht Rendite?" Wenn ein Unternehmen 6% festen Zins in Aussicht stellt, fragen Sie: Wie hoch müssen die Gewinne des Unternehmens sein? Gehälter, Steuer, Rücklagen usw. müssen abgezogen werden. Ein Unternehmen sollte dann wenigsten 25% Gewinn mit ihrer Unternehmung erwirtschaften. Warum holt sich das Unternehmen kein Geld von Banken? Bekommt Sie keines mehr? Wenn ja - warum? Es gibt Firmen, die mit fremden Geldern arbeiten, sinnvolle Dienstleistungen und Produkte anbieten. Sie können sich auch Darlehen von ihren Kunden geben lassen. Es geht schneller, unkomplizierter, weniger Berichte, höheres Eigenkapital für das Unternehmen. Die Frage ist, ob es sich lohnt, dass alles genau zu prüfen - und wer prüft bzw. testiert? Ein Restrisiko bleibt für den Anleger (Totalverlust ist möglich). Wenn Sie Kapital als Spielgeld verwenden wollen.. probieren Sie es.

Meistens sind es kleine Anlagesummen, die vermittelt werden. Haben Sie sich schon mal gefragt warum? Wenn z.B. eine Kleinstanlagesumme in Höhe von 5.000 € "futsch" sind, werden sehr wahrscheinlich Anwaltskosten höher sein als der Verlust. Ein Klick im Internet, und Sie haben alles gelesen; online ohne pesönliche Beratung. Erklären Sie das einmal einem Richter. Er wird wahrscheinlich sagen, Sie haben doch geklickt und somit bestätigt, alle Informationen gelesen zu haben. Es gilt "Konzeption vor Kondition". Wir haben die Erfahrung gemacht, dass solche Anlagen nicht das gewünschte Resultat bringen. Unsere Mandanten fühlen sich nach einer neutralen Überprüfung ihrer Vermögenswerte sehr viel wohler und wissen dann auch, wie die persönliche Geldanlage strukturiert sein sollte. Mein Tipp: Ertragsversprechen passen meistens bei solchen Anlagen nicht zum hohen Risiko.

"Mein Bank hat mir eine Investition in Zertifikate empfohlen"

S. Pflugmacher: Zurzeit werden wieder vermehrt (Bank)Zertifikate angeboten. Doch es gibt viele Fallstricke für Anleger. Oft sind die Produkte übermäßig kompliziert, haben ungewisse Laufzeiten oder versteckte Kosten, so der Finanzexperte Stefan Pflugmacher. Das Angebot an Zertifikaten ist so reichhaltig, dass kaum noch jemand einen Überblick hat. Die mit Abstand häufigsten Anfragen und Probleme, die in den letzten Jahren an mich herangetragen wurden, betrafen Verluste in geschlossenen Fonds, Direkt-Beteiligungen und alternativen Investments, wie z.B. Zertifikate. Die großen Finanzskandale der letzten Jahrzehnte sind ausschließlich in diesen Anlageklassen entstanden. Bevor sich Anleger zum Kauf eines Zertifikats entschließen, sollten Anleger sehr genau die Kriterien prüfen und genau zu wissen, welche Anlage für einen selbst infrage kommt.

Was Anleger vor der Kaufentscheidung bedenken sollten:

  • Transparenz: Viele Produkte sind derart komplex, dass sie selbst von Finanz-experten schwer zu verstehen sind. Und oft ist nicht vorhersehbar, welche Rendite am Ende herauskommt.
  • Wie hoch sind die Kosten und Provisionen: Welche versteckten Kosten gibt es?
  • Insolvenzrisiko: Wie hoch ist das Risiko der Zahlungsfähigkeit des Heraus-gebers (Emittent)? Können Sie sich Totalverlust oder Nachhaftungsrisiko leisten?
  • Können Anleger das angestrebte Anlageziel bei gleichem Kapitaleinsatz und Zeitraum auf anderem Weg nicht erreichen?
  • Vorgegebene Laufzeit/ Langfristige Kapitalbindung

Sinn und Unsinn von Zertifikaten: Mehr dazu im Pflugmacher PodCAST.

Pflege & Finanzen

"Wie kann ich meine Liquidität im Pflegefall absichern?"

S. Pflugmacher: Es gibt zwei klassische Varianten für die Absicherung der Kosten: 1) Pflegetagegeld und 2) Pflegerente. Während das Pflegetagegeld eine reine Risikoabsicherung ist, wird bei der Pflegerente ein Rückkaufswert angezeigt. Der Vorteil der Pflegerente besteht darin, dass das eingezahlte Kapital Überschüsse und Rückstellungen erwirtschaften. Dies ermöglicht eine verbesserte Beitragsstabilität und eine höhere Rentenauszahlung. Beim Versterben kann das Guthaben ererbt werden. Bei beiden Varianten steht der Schutz durch möglichst stabile Beiträge zu finanzieren im Vordergrund. Beim Pflegetagegelt bedeutet dies jedoch, dass die Auszahlung im Pflegefall lebenslang garantiert wird. Im Gegensatz dazu erfolgt bei der Pflegerente die Leistung ab einem bestimmten Alter je nach Tarif oder die Absicherung durch einen Einmalbeitrag oder monatliche Leistung. Bei Angeboten ist in den Tarifen die unterschiedlichen Pflegegrade für Beitragsbefreiung und Auszahlung zu beachten. Unterm Strich kann gesagt werden, dass bei einer Pflegerente mit gleichbleibenden Beiträgen eine Rentenleistung garantiert wird. Zusätzlich kann es noch extra Leistungen geben; bei möglichen Überschüssen (Deckungsstock der Versicherer). Die Höhe des Pflegetagegeldes ist dagegen fix - es sei denn, es wurde eine Dynamik eingeschlossen, die sich aber auch in der Höhe der Beiträge widerspiegelt. Mein Tipp: Um in einer Pflegesituation finanziell unabhängig und flexibel zu bleiben, ist es sehr wichtig sein Geld gut anzulegen (z.B. zusätzlich mit Einmalanlage bei der Pflegerente). Ein hoher Kontostand heißt noch nicht automatisch hohe Verfügbarkeit des Kapitals, wenn eine Betreuungssituation eintritt. Hierbei ist auch entscheidend, den eigenen Willen zu fixen. Sonst kann Vermögen im Betreuungsfall für alles über das lebensnotwendige Hinausgehende eingefroren werden. (Stichwort Vorsorgevollmachten und Verfügungen, die wir für unsere Mandanten zu günstigen Festpreisen anbieten).


Praxisbeispiel einer Anfrage: Analyse & Optimierung bestehender Verträge

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Hinweis:

Die Antworten dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Kapitalanlagen können Wertschwankungen und Verlustrisiken unterliegen; eine bestimmte Wertentwicklung kann nicht garantiert werden