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24. August 2020, Stefan Pflugmacher

Nullzinsen und kein Ende!

Vermögensplanung, Vermögenssicherung

Wie Sie Ihre Geldanlagen unter Kontrolle bekommen

Wußten Sie eigentlich..? Wenn Sie Null-Zinsen auf Ihrem Bankkonto bekommen, dann bestehen noch zusätzliche Risiken!

Wem gehört das Geld auf den Giro-, Tages- oder Festgeldkonten eigentlich?

Denken Sie etwa: "Klar, das Geld gehört mir!" Falsch: Es gehört erst einmal der Bank; Sie sind als Bankkunde Gläubiger, was bedeutet, Sie glauben, dass Sie im Notfall Ihr Geld bekommen! Wieder falsch gedacht, denn bei einer Schieflage der Bank kann es dazu kommen, dass Ihre Bank Ihr Geld behält, um sich selbst zu finanzieren. Nachzulesen im  Sanierungs-und Abwicklungsgesetz (kurz SAG-Gesetz), das bereits seit 1.1.2015 in Kraft getreten ist. Hier wird die legale Enteignung von Bankkunden geregelt. Klartext: Ihr Geld, dass auf Giro-, Festgeld-, und/oder Tagesgeldkonten liegt, gehört in erster Linie der Bank! Übrigens: Im Gesetz ist auch zu lesen, falls sich irgendwann der Zustand der Bank bessern sollte, haben Sie keinerlei Recht auf Rückzahlung. Ihr Geld wäre somit unwiederbringlich verloren.

Wichtig: schützen Sie Ihre Ersparnisse! Wenn Sie z.B. mit einer Immobilie nur eine Rendite von 0% erzielen würden, so gehört die Immobilie oder ETFs, Aktien bzw. Fondsanteile Ihnen. Es sind Sachwerte und somit Sondervermögen.

Wie teile ich mein Vermögen am besten auf?

Das hängt davon ab welchen Betrag Sie monatlich benötigen. Was nützen Ihnen 6% p.a. und Sie kommen nicht flexibel oder im Notfall an Ihr Geld? Aufteilung von Vermögen sollte man folgendermaßen vornehmen und berechnen:

  • Wie hoch ist meine monatliche Summe, die ich benötige?
  • Welche Inflation liegt bei Ihnen zugrunde? Die benötigte Summe sollte dann berechnet und evtl. angepasst werden.
  • Was könnte im Falle einer Pflegesituation passieren? Werden Gelder benötigt und müssen Familienangehörige noch versorgt werden?
  • Beiträge für Ihre Kranken- und Pflegeabsicherung: wie steigen diese im Alter?
  • Eine umfassende Ruhestandsplanung erfordert Zeit; dennoch wird es sich lohnen dieses in Expertenhände zu geben. 

24. August 2020, Petra Pflugmacher

Wer hat die Macht über mein Geld?

Vermögensplanung, Vermögensaufbau, Vermögenssicherung

Wer hat die Macht tatsächlich?

Magere Zinsen bei der Bank?! Viele akzeptieren das klaglos. Die Begründung: „Die Rendite ist zwar schlecht, aber dafür ist mein Geld sicher. Schließlich gibt es ja den Einlagensicherungsfonds.“

Wie sehr die Deutschen diesem Fonds vertrauen, zeigen die riesigen Summen, die sie bei den Banken angelegt haben. Hier geht es um gigantische zig Billionen Euro. Aber genau das ist das Problem.

1. Trügerische Sicherheit für Bankkunden:

Schätzungen gehen davon aus, dass im Sicherungsfonds lediglich 5 Milliarden Euro stecken. Wenn es also hart auf hart kommt, kann es sein, dass die Bankkunden leer ausgehen. Denn ein Urteil des LG Berlin (10 0360/09) besagt klar: Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Einlagensicherung. Das gilt auch für die oft beworbenen 100.000 Euro! Beugen Sie vor;  im Ernstfall ist das nur ein Versprechen auf dem Papier – mehr nicht!

2. Trügerische Sicherheit für Bankkunden:

Tagesgeldkonten & Co kosten Sparer Geld und locken mit trügerischen Sicherheiten, die es nicht mehr gibt. Die Strategie "Lieber wenig Zinsen aber dafür sicher" ist längst Schnee von gestern. Was die wenigsten Bankkunden wissen:  
Ab 100.000 €uro Einlage haben Banken, mit der Einführung des Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) am 01.01.2015 die Möglichkeit, einer legalen Enteignung. Banken müssen nicht einmal in Insolvenz gehen, bevor zum Zwecke der Sanierung alle Guthaben über 100.000 € völlig legal und stillschweigend konfisziert werden dürfen. Es sind nicht nur die sogenannten "Reichen" betroffen, sondern auch viele "Klein"-Sparer.

Die betroffenen Einlagen können sich aus verschiedenen Positionen zusammensetzen. Die Summe aller Positionen ergeben die maßgebliche Einlage, welche, wenn sie 100.000 € überschreitet, unter die Abwicklungsgesetze fallen. Beispiele:

  • Sparbuch
  • Festgeld
  • Tagesgeld
  • Giroguthaben
  • Sparverträge (auch VWL)
  • Namensschuldverschreibungen
  • vorübergehend "geparkte" Liquidität aus einem Wertpapierdepot

Haben Sie darüber irgendetwas in einer Zeitung gelesen oder in den Medien gehört? Hat Sie Ihr Bankberater darüber mal informiert? Darum ist eine sichere Vermögensaufteilung in Sachwerten heute wichtiger denn je. Fazit: Prüfen Sie mal Ihre Geldanlagen und handeln Sie, bevor es zu spät ist.


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